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Studenten unter Strom: Wie viel Leistungsdruck ist normal?

Während wir in Teil 1 und Teil 2 unserer Artikelreihe rund um das Thema Leistungsdruck und Stress im Studium beschrieben haben, wie das Hochschulsystem Druck auf Studenten aufbaut, möchten wir dir mit diesem Artikel helfen, zu erkennen, welches Stressniveau noch „normal“ ist und welche Warnzeichen dir anzeigen, dass dir der Leistungsdruck zu viel wird.

Was ist normal?

Normal ist eine schwierig zu umreißende Kategorie  - auch in Bezug auf den Stresslevel. Wie gestresst du dich fühlst, hängt schließlich nicht nur mit der Masse der tatsächlich zu bewältigenden Arbeit zusammen, sondern genauso mit deiner Belastungsgrenze und deinen Ansprüchen an dich selbst. Außerdem ermisst sich der Handlungsbedarf bei Stresssymptomen auch an der Zeitspanne, in der diese auftreten. Eine kurzfristig zu hohe Belastung mit Aussicht auf baldige Entspannung der Situation ist besser auszuhalten als Phasen, in denen die Arbeitsbelastung sozusagen chronisch über der Leistungsfähigkeit liegt.

Je nachdem, wie deine Persönlichkeit gestrickt ist, merkst du schon früh, dass du unter dem Leistungsdruck leidest oder erst dann, wenn nichts mehr geht. Damit du sozusagen dein innerliches Frühwarnsystem nutzen kannst, musst du gut auf dich selbst achten. Im Folgenden findest du einige Fragen und Überlegungen, die dir möglicherweise dabei helfen.

Auf sich selbst achten

Manche Leute tendieren dazu, unter hoher Arbeitsbelastung alle persönlichen Bedürfnisse auf ein Minimum zurückzuschrauben, während andere dazu neigen, schnell in Panik zu verfallen, sich aber ebenso schnell wieder beruhigen. Wenn du zu ersterer Gruppe gehörst, solltest du besonders gut darauf achten, die Verdrängungstaktik nicht zu lange anzuwenden. Um kurzzeitige starke Belastungen auszuhalten, ist sie zwar sehr hilfreich, auf lange Sicht kannst du dir damit aber massiv schaden. Wenn du eher zu denjenigen gehörst, die zu sehr spontanen Gefühlsausbrüchen neigen, kann es hilfreich sein, dir ein Repertoire an schnell anwendbaren Entspannungsmethoden zuzulegen, die dir helfen, dich schnell wieder zu beruhigen. Egal ob Verdränger oder impulsiver Typ, um rauszufinden, ob dein Stresslevel langfristig das Maß des für dich Aushaltbaren übersteigt, könntest du dir beispielsweise diese Fragen stellen:

  • Habe ich über einen längeren Zeitraum als die letzten vier Wochen regelmäßig zu wenig geschlafen, weil ich zu viel erledigen musste?
  • Habe ich in den letzten Wochen schlecht oder unruhig geschlafen, kam abends nicht zur Ruhe oder bin mitten in der Nacht aufgewacht?
  • Vernachlässige ich seit über ein bis zwei Monaten meine Freunde und meine Hobbies, weil mir nach getaner Arbeit die Energie fehlt, noch aktiv meine Freizeit zu gestalten?
  • Arbeite/ lerne ich langfristig deutlich mehr als ein 40-Stunden-pro-Woche-Pensum?
  • Ist mein Ess- oder Konsumverhalten ungewöhnlich?

Diese Fragen sind nur einige Beispiele dafür, woran du erkennst, dass du dich selbst zu viel Stress aussetzt und der Druck über einem Maß liegt, das als normal angesehen werden kann.

Was tun, wenn der Druck zu groß wird?

Wenn es dir aufgrund von zu viel Druck und einem Übermaß an Stress nicht mehr gut geht und du keine Perspektive hast, dass sich diese Situation bald ändert, besteht Handlungsbedarf. Chronischer Stress kann ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen und deine Gesundheit gefährden. Zu möglichen Langzeitfolgen zählen unter anderem Herz-Rhythmus-Störungen, Rückenschmerzen, Bluthochdruck, Depressionen und Ängste.

Dafür, was genau du in solch einer Situation tun solltest, gibt es kein Patentrezept. Als ersten Schritt könntest du versuchen, das Gespräch mit Freunden und Familie zu suchen, um deine Ängste und Sorgen teilen zu können. Feste Tageszeiten, in denen du dich, völlig unabhängig davon, was noch zu tun ist, Dingen widmest, die du gerne machst und die dich entspannen, können auch helfen; ebenso eine feste Tagesstruktur mit klar festgelegten Arbeits- und Lernzeiten. Gerade im Studium sitzt man viel am Schreibtisch, Bewegung und Sport sind deshalb ein wichtiger Ausgleich. Vielen Studenten helfen solche Maßnahmen bereits, um ihr Wohlbefinden wieder herzustellen. All das kann allerdings nur die Symptome beheben, nicht das Problem selbst. Um sich auch auf lange Sicht vor erneutem Dauerstress zu bewahren, musst du dir die Ursachen für den Stress genauer anschauen und verändern. Das ist natürlich gar nicht so leicht, schließlich kannst du zumindest kurzfristig nicht das Hochschulsystem ändern, sondern nur deinen Umgang damit.

Im Zweifelsfall: Hilfe holen!

Wenn du alleine nicht gegen deinen Stresslevel ankommst und es nicht schaffst, den Leistungsdruck zu kanalisieren, solltest du keine Scheu haben, dir Hilfe zu holen. So gut wie jede Hochschule hat Angebote im Bereich der psychosozialen Beratung mit Mitarbeitern, die mit der Thematik vertraut sind und dir helfen können. Außerhalb des Unikontextes bekommst du oftmals in Beratungsstellen schnell einen Termin und unbürokratisch und direkt Unterstützung in deiner Situation.

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