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Hochschul-Vokabelliste
Hochschul-Vokabelliste: Wir bringen Licht ins Dunkle.

Hochschul-Vokabelliste

Ein Glossar für Fortgeschrittene

Egal, ob du als Erstsemester über den Campus stolperst oder kurz vorm Bachelor-Abschluss stehst und den Seminarraum GBDF 123y auch mit geschlossenen Augen finden würdest – immer wieder begegnen uns im Hochschulalltag Begriffe und Abkürzungen, die uns erst einmal ein Fragezeichen über das Haupt zaubern.

Und selbst wenn die Bedeutung eines Begriffs uns durchaus einleuchtet, kennen wir doch oftmals nicht die Herkunft oder die genaue Definition.

Darum haben wir eine Hochschul-Vokabelliste für euch gebaut und auch mal einen Blick in den hübschen, blauen Etymologie-Duden riskiert. Vielleicht können wir ja für die eine oder andere Erkenntnis sorgen :)

AIESEC

AIESEC ist eine internationale Studentenorganisation, die Studierende dabei unterstützt, Praktika im Ausland zu absolvieren. AIESEC operiert auf Non-Profit-Basis. Die Abkürzung steht für: Association Internationale des Etudiants en Sciences Economiques et Commerciales.

Akkreditierung

Lat. accredere = Glauben schenken. 

Als Maßnahme zur Qualitätssicherung werden Hochschulen und Studiengänge, durch verschiedene Agenturen, akkreditiert. Die Akkreditierung von Studiengängen im Rahmen des Bologna-Prozesses hat auch dazu beigetragen, dass Programme und Abschlüsse vergleichbar sind und Studierende mobil sein und etwa für den Master die Hochschule wechseln können.

Alma Mater

Lat. alma mater = gütige oder nährende Mutter.

Angestaubte Bezeichnung für die Universität, da Studis hier im übertragenen Sinne mit Bildung gefüttert werden.

Alumni

Absolventen einer Hochschule werden als Alumni bezeichnet. Singularformen sind Alumnus bzw. Alumna. Ursprünglich waren dies mal Begriffe für Pflegesöhne und -töchter, dann für mittellose junge Leute, die Zuwendungen von Unis bekamen.

An-Institut

Ein herrlich sperriges Wort, das nur die deutsche Sprache hervorbringen kann. An-Institute gehören zu einer Hochschule oder arbeiten eng mit ihr zusammen, sind aber organisatorisch eigenständig. Sie können Vereine oder private Unternehmen sein.

Compliance

Regelbefolgung. Viele Universitäten verabschieden Compliance-Richtlinien als Teil ihres Leitbildes und unterstreichen so die Normen und Werte, welche die Organisation und ihre Mitarbeiter einhalten. Wichtige Aspekte in diesen Richtlinien sind oft Transparenz, Umweltschutz und Fairness.

Dekan/Dekanin

Vorsitzende eines Fachbereichs oder einer Fakultät. Die Aufgaben/Befugnisse eines Dekans sind in den Hochschulgesetzen der Bundesländer definiert, umfassen aber in der Regel Supervision der Finanzen, Personalfragen und andere organisatorische Aufgaben.

Drittmittel

(Staatliche) Hochschulen können sich meist nicht allein durch öffentliche Gelder (Sockelfinanzierung + Forschungsmittel) finanzieren, sondern greifen auf die Generierung von sogenannten Drittmitteln zurück. Hiermit sind Zuschüsse von zum Beispiel privaten Partnern gemeint, die, etwa im Rahmen von Sponsorships, Gelder zur Verfügung stellen und im Gegenzug Leistungen von der Hochschule erhalten, etwa die Möglichkeit, auf dem Campusgelände zu werben.

Emeritierung

Emeritierte Professoren sind sozusagen im „Ruhestand light“. Sie müssen keine Lehraufgaben mehr erfüllen, dürfen dies aber weiterhin tun und können auch weiterhin Doktoranden betreuen.

Exzellenzinitiative

Die Exzellenzinitiative wurde 2005/06 ins Leben gerufen. Hierbei handelte es sich um ein Förderprogramm, bei dem Hochschulen sich bewerben konnten. Ziel war es, universitäre Spitzenforschung in Deutschland zu stärken. 2016 wurde das Nachfolgeprogramm der Exzellenzinitiative vorgestellt, genannt Exzellenzstrategie.

Gleichstellung

Viele Hochschulen legen besonderen Wert auf das Thema Gleichstellung, also auf die Chancengleichheit von Männern und Frauen. Im gleichen Atemzug wird oft das Thema Vielfalt an der Hochschule diskutiert – Studierende mit und ohne Behinderung, mit und ohne Migrationshintergrund, sollen, ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung oder ihres sozioökonomischen Status, am Hochschulleben teilnehmen können und Bildungsgerechtigkeit erfahren.

HiWi

Kurz für Hilfswissenschaftler, eigentlich wissenschaftliche Hilfskraft. Studierende, die am Lehrstuhl beschäftigt sind und unterstützende Tätigkeiten übernehmen – meist für einen speziellen Dozenten. Seltener sind allgemeine, dozenten-übergreifende Tätigkeiten. Sowohl Verwaltungsaufgaben als auch die Forschung und Lehre betreffende Aufgaben sind gängig.

Immatrikulation/Exmatrikulation/Matrikelnummer

Lat. matricula = Schriftrolle.

Die Matrikel ist das Personenverzeichnis der Universität, in dem alle Studierende mit einer eindeutigen Matrikelnummer eingetragen sind. Der Prozess des Ein- und Austragens in das Verzeichnis wird Immatrikulation und Exmatrikulation genannt.

Kolloquium

Lat. colloquium = Gespräch.

Wissenschaftlicher Dialog oder Austausch. Wird heute meist im Kontext einer mündlichen Prüfung verwendet, wenn zum Beispiel eine Masterthesis oder eine Doktorarbeit verteidigt wird.

Kommilitonen

Lat. commilito = Mitstreiter.

Mitstudenten am Fachbereich oder auch an der Hochschule.

Mensur

Wenn die Mitglieder einer schlagenden Studentenverbindung mit Säbeln, Degen etc. aufeinander losgehen, schimpft sich das Mensur. Sehr eigentümliche Tradition…

Ombudsverfahren

Ein Ombudsmann oder eine Ombudsfrau ist praktisch ein Schiedsrichter. Im Hochschulkontext meint der Begriff Ombudsverfahren zum Beispiel das Angebot, Konflikte zwischen Promovierenden und Betreuenden mithilfe einer Ombudsperson zu klären und Probleme zu lösen. Anderorts sind die Ombudsleute Ansprechpartner für alle Studierenden und Angestellten der Hochschule, die eine Nichteinhaltung des wissenschaftlichen Kodex melden möchten.

Privatissimum

Eine besondere Lehrveranstaltung, die nicht für alle Studierenden zugänglich ist, sondern zu der der Dozent ausgewählte Teilnehmer persönlich einlädt. Meist sind dies Studierende höheren Semesters oder Doktoranden.

Propädeutikum

Gr. propaideuein = im Voraus unterrichten. 

Eine oder der Verband von mehreren einführenden Lehrveranstaltungen werden so bezeichnet. Hier werden die inhaltlichen Grundlagen für die folgenden Semester gelegt.

Rektorat (+ Prorektorat)

Der Rektor oder die Rektorin hat die Leitung der Hochschule inne. Das Rektorat setzt sich meist aus dem Rektor selbst, dem Kanzler (Leiter der Verwaltung) und den Prorektoren (Leitung von speziellen Gebieten, wie Forschung, Hochschulentwicklung etc.) zusammen.

Repetitorium

Lat. repetere = wiederholen.

Lehrveranstaltung bzw. Prüfungsvorbereitung für Studierende – wird meist im Kontext Jura verwendet.

StuPa

Studierendenparlament. Das Parlament wird von den eingeschrieben Studierenden der Hochschule gewählt, wobei eine Wahlperiode meist ein Jahr dauert. Es beschließt den Haushalt der Studierendenschaft, wählt den Vorstand des Allgemeinen Studierendenausschusses und vertritt die Interessen der Studierenden. 

SWS

Semesterwochenstunden. Als Semesterwochenstunden werden in Lehrveranstaltungen verbrachte Zeiteinheiten gezählt. Sie beschreiben somit nicht den eigentlichen Workload von Studierenden und Lehrenden, da Vor- und Nachbereitung sowie Arbeitsaufwand für Klausuren und Hausarbeiten nicht berücksichtigt sind.

Tandemlernen

Ein didaktisches Modell, das oft zum Erlernen von Fremdsprachen eingesetzt wird. Hierbei arbeiten zwei Tandempartner (Muttersprachler) zusammen, unterhalten sich und profitieren so von den Sprachkenntnissen des anderen. Viele Unis bieten die Vermittlung von Tandempartnern an.

Tutorium

Lat. tutor = Beschützer. 

Tutorien werden meist für Studierende in den ersten Semestern angeboten. Die Tutoren bieten hier sowohl inhaltlich-fachliche Hilfestellung an, stehen aber auch bei organisatorischen Fragen zur Verfügung.

ZAS

Zentrale allgemeine Studienberatung. Die Anlaufstelle für alle Fragen rund ums Studium an der Hochschule. Die Studienberatung ist übrigens auch für euch da, wenn ihr schon längst eingeschrieben seid und seit ein paar Semestern studiert. Fragen und Probleme können immer auftreten – nutzt also ruhig dieses tolle Angebot.



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